… mit Fragezeichen danach. Wir teilen die Auffassung von Matthias Hannemann. Der schreibt für die FAZ am Sonntag. Ja, es sind Nazis, europäisches Durchschnittsgebräu an dummer, dreister und abzulehnenden Mixtur aus Biederleuten und Brandstiftern, wenn auch ohne Mollis. Dennoch: Hannemann stellt eine gute Frage, und zwar die nach der Ordnung der Dinge. Ein Auszug, der mir hoffentlich keine Klage des Frankfurter Sozietätsverlages einbringt (liebe Frankfurter: Wenn ich das nicht darf, Euch hier verlinekn: Bitte Mail an mich oder in die Kommentarspalte. Ich nehme es sofort wieder raus und formuliere es selbst;-)
Auszug Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 21. September 2008:
In Köln, an diesem Samstag im September, singt man viel von Demokratie und Meinungsfreiheit und kann sie – so schmerzhaft das ist – im Grunde nicht ertragen. Man hätte die Rollläden herunterlassen können am Heumarkt. Man hätte stille Zeichen setzen können, so wie es Anwohner in den Schaufenstern mit Blumen und Protestzetteln versucht haben, stillen Widerstand leisten wie die Hoteliers und Taxifahrer, die sich weigerten, Teilnehmer des Kongresses zu beherbergen und in die Stadt zu fahren. Man hätte alles dafür tun können, um dem provokanten „Antiislamisierungskongress“ der Rechtspopulisten die Aufmerksamkeit zu entziehen.
Was bleibt, ist der Kampf gegen Nazis und andere Links- oder Rechtsfaschisten. Was aber auch, ist die Freiheit der Meinungsäußerung, dieses unveräußerliche Recht in einer demokratisch verfassten Gesellschaft.
