Never again?

10. August 2008

Fair?

Rot? Braun? Oder gar nix?

Rot?

Braun?

Den Populismus zur Staatsräsong erheben – häh?

Ich sörf ja gern. Oft stundenlang. Heute habe ich – am heiligen Sonntag – statt eines Hochamtes mal eine ganz linke Seite besucht. Die von der „antifaschistischen gruppe bonn“ (sic!). < Rechtschreibung links oder rechts: Sie haben es klein geschrieben. > Das könnte die neue antifaschistisch-intellektuelle Bescheidenheit markieren. Jedenfalls hab ich da auch die Grafik her, die oben zu sehen ist. Hey, Leute. Wenn Ihr was dagegen habt: Sagt’s mir nur. Und ich nähme sie raus. Aber nur ungern ;-)

Arrogante Anti-Fa-Rhethorik

Was ich aber noch interessanter fand als die Grafik oben, ist der Text auf der Seite. Der liest sich – auszugsweise – so: „Die Verbindung von Etatismus, dem neben Lafontaine auch seine Jünger in der Linkspartei huldigen, mit der Inanspruch­nahme eines schlichtweg reaktionären Durchschnittsbewusst­seins des glorifizierten Volkes birgt die Tendenz zum Pogrom schon in sich; Lafontaine will nicht einfach nur einen key­nesianistischen Rollback vollziehen sondern die Ressentiments, die er mit seinem Populismus bedient, zur Staatsräson erheben.“ Es ist wirklich in rosa Schrift. Das fand ist so süß, dass ich es einfach übernommen habe. Im lafontaine, soviel soll geschrieben sein, ist der Text in schwarz gehalten.

Es geht hier aber gar nicht so sehr um die Antifa-Leute. Sorry, Jungs & Mädels. Es geht um Lafontaine, den so genannten Linken. Jedenfalls den, der sich so gern linx geriert und gleichzeitig so ganz anders lebt. Um den, der so tut, als ob er es gut meint. Der sagt: Mehr Lohn für alle bedeutet auch mehr Rente.

Nur das Beste für alle!

Und der deswegen keine Probleme damit hatte, sich von der Axel-Springer AG für Kolumnen lange – vermutlich – fürstlich hat bezahlen lassen. Das hat er ber nur wegen der Rente für das Volk getan.

Ossi, Putin und der Rechtsanwalt

Der Mann mit der Lizenz zur Demagogie ja jetzt gerade zum LaVo im Saarland gewählt worden. Ist ein Bundesland. War mal den Franzosen. Die Namen der Einwohner kann man einzeln auswendig lernen. So wenige sind das. Deswegen hat der verniedlichend auch Oskar oder Ossi genannte Manipulator der SEDPDSLINKEn da eine ganz gute Chance gehabt. Jetzt will er da wider Ministerpräsident werden. War er ja schon mal. Will er aber wieder. Diesmal aber nicht für die Sozis, sondern für die SEDPDSLINKE. Schließlich ist es ihm egal, für wen. Was er nicht leiden kann, ist einer, der stärker ist als er. Und einer, der mehr Macht hat. Wie zum Beispiel der Schröder hatte. (Das ist der, der jetzt für die Gazprom oder so einen Laden arbeitet. Dazu hatte er noch gaaaanz kurz, bevor er abgewählt wurde, einen Vertrag mit seinem Kumpel Vladimir unterschrieben. Der wiederum findet Krieg übrigens ziemlich gut. Spricht ja auch fließend Deutsch.)

Die tapfere Marianne

Achja, und der Ossi hat mindestens einen guten Freund aus dem Osten. Das ist der Gysi. Der wiederum hat natürlich auch Freunde. Zum Teil noch von früher. Die waren teilweise mal bei der Stasi. Er aber nie, sagt er jedenfalls. Beziehungsweise hat er (Gysi) nie für die gearbeitet. Sagt er jedenfalls auch. Die tapfere Marianne sieht das allerdings anders. Die ist die Chefin der Stasi-Unterlagen-Behörde, der sogenannten Gauck-Behörde (die heißt heute noch so, weil der Herr Gauck da mal Chef war, vor ihr aber). Sie sagt ungefähr so: Das, was sie so wissen über den Freund vom Lafontaine ist, dass der mal für die Stasi gearbeitet haben könnte. Sie muss da immer ganz schön vorsichtig sein. Der Gysi ist nämlich Rechtsanwalt. Das war der in der DDR auch schon. Hat damit sozusagen ‘rübergemacht in die Demokratie. Der klagt immer direkt gegen Gott und die Welt, wenn einer sagen würde, er hätte für die Stasi geschafft.. Nicht etwa dagegen, dass wir die Demokratie bei uns haben und unsere Meinung sagen können, das wär ja noch schöner. Aber einigermaßen regelmäßig gegen Leute, die sagen, er wär mal bei der Stasi gewesen. Kann einem ja auch das „ich-bin-immer-ein-unerschrockener-Kämpfer-für-die-Menschenrechte-gewesen“-
Image ganz schön verbaseln.

Knutschen und Mauern.

Gibt ja auch Leute, die sagen:
Alle Kommunisten im Osten
waren früher mal schwul.
Ist aber Quatsch.

Ossi und der Rechte Le Pen in Frankreich

Nochmal zur Erinnerung: Der Gysi und der Ossi sind Kumpels. Nennen sich auch oft gegenseitig Genossen. Ist sowas wie Freunde im Geiste. Einen Freund hat der Ossi dafür jetzt nicht mehr. Also mindestens einen. Der heißt Jo Leinen und hockt im Europaparlament. Der kennt ihn ganz schön gut. Weil der Ossi den Jo immerhin mal zum Minister gemacht hat. Also kann man auf dem sein Urteil schon was geben, oder? Der Jo hat aber den Ossi in nem Interview mit dem Rechtsradikalen Le Pen in Frankreich verglichen. Harter Tobak. Aber, wie gesagt, der Jo kennt den Ossi. Da kann man dann ja eigentlich nix gegen sagen.

Sind ja beide schon tot: Adenecker und Honauer

Jetzt verlier’ ich mich aber. Und es außerdem dauert viel länger als ich gedacht hatte. Wer soll das denn alles überhaupt lesen? Naja, das ist ja im Hochamt auch schon mal so. Wenn der Vertreter vom Gott zu lange redet. Aber ich komm bei Gelegenheit nochmal auf das Thema zurück. Ist wichtig. Schließlich glauben jede Menge Kids, die DDR wär ne coole Sache gewesen. Und Honecker mal der Bundeskanzler. Und überhaupt wär’ alles nicht so ‘n Mist gewesen, wie immer alle sagen. Naja, Menschenrechte und so hätts da bestimmt vielleicht auch ein paar gegeben.

Voll krass, Alter!

In diesem Sinne dann, und von hier aus – nicht, dass ich es vergesse – schönen Gruß an die Ex-Stewardess aus Hessen, Frau Ypsilanti. Die will ja wieder fliegen. Im übertragenen Sinne. Auch, wenn sie dann lügt. Vielleicht glaubt sie ja, dass man nem Absturzkandidaten auch nicht immer die Wahrheit sagen muss.

Andererseits: Mit Stasi´s Onkels und Tanten will ich nix zu tun haben. Mit Nazis übrigens auch nix. Aber so rein gar nix.

Ich mag einfach dieses

widerliche tiefe Rot

und das Scheißbraun nicht.

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